Ausgang

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Aus|gang ['au̮sgaŋ], der; -[e]s, Ausgänge ['au̮sgɛŋə]:
1.
a) Tür, Stelle oder Öffnung, die nach draußen, aus einem Bereich hinausführt /Ggs. Eingang/: den Ausgang suchen; der Saal hat zwei Ausgänge.
Syn.: Ausstieg.
Zus.: Hinterausgang, Notausgang, Theaterausgang.
b) Stelle, an der man aus einem Gebiet o. Ä. hinausgehen kann:
am Ausgang des Dorfes.
Zus.: Ortsausgang, Talausgang.
2. Ergebnis, Ende eines Vorgangs:
der Ausgang des Krieges, des Prozesses; der Ausgang des Spiels war überraschend; ein Unfall mit tödlichem Ausgang.
Syn.: Abschluss, Schluss.
Zus.: Wahlausgang.
3. <ohne Plural> Erlaubnis zum Ausgehen, zum Verlassen des Hauses:
die Soldaten bekamen keinen Ausgang.
4. zum Ab-, Verschicken vorbereitete Post, Waren /Ggs. Eingang/: die Ausgänge fertig machen, sortieren.

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Aus|gang 〈m. 1u
1. das Aus-, Hinausgehen, Spaziergang
2. Ausgehtag, freier Tag od. Nachmittag (bes. von Dienstboten u. Soldaten)
3. Erfolg bzw. Misserfolg (einer Verhandlung, eines Unternehmens)
4. 〈Buchführung〉 Ergebnis
5. Ende (eines Romans, Wortes, Verses, einer Zeile)
6. Lösung (eines Konflikts)
7. Tür zum Hinausgehen, Tür ins Freie
8. Öffnung, Loch (eines Stollens, unterirdischen Ganges usw.)
9. 〈nur Pl.〉 Ausgänge an einem Tag gelieferte Waren, abgesandte Briefe
● alle Ausgänge besetzen; das Personal hat heute \Ausgang dienstfrei; den \Ausgang versperren ● eine Geschichte mit bösem, glücklichem, gutem \Ausgang; es war sein erster \Ausgang nach seiner Krankheit; tödlicher \Ausgang einer Krankheit, eines Unfalls ● am \Ausgang des 19. Jh.; am \Ausgang des Theaters; bitte den \Ausgang an der Seite benutzen!

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Aus|gang , der; -[e]s, Ausgänge:
1.
a) das Hinausgehen, Verlassen des Hauses; Spaziergang:
es war der erste A. für den Rekonvaleszenten;
b) (von Hausangestellten u. Soldaten) freier Tag; Erlaubnis zum Ausgehen (1):
er hatte bis sechs A.
2.
a) Tür, Öffnung, durch die jmd. hinausgehen, ein Gebäude, einen Raum verlassen kann:
den A. suchen;
das Gebäude hat mehrere Ausgänge;
am A. warten;
b) Stelle am Rand eines [Orts]bereichs, wo der Weg aus diesem hinausführt:
sie wohnen am A. des Dorfes, des Waldes;
c) Anschlussstelle an technischen Geräten (meist Buchse od. 2Port) für weitere Geräte;
d) Öffnung an einem Organ, durch die etw. austreten kann:
ein Abszess am A. des Magens, des Darmes;
bei der Operation wurde ein künstlicher A. (Darmausgang) geschaffen.
3.
a) <o. Pl.> (von einem größeren Zeitraum, einer Epoche) Ende:
der A. des Mittelalters;
b) Ende, Ergebnis eines Vorgangs:
ein glücklicher, unerwarteter A. des Unternehmens;
der A. des Krieges, des Prozesses, der Verhandlungen war ungewiss;
c) (von einer Zeile, einem Vers u. Ä.) Ende, Schluss:
der A. der Zeile, des Wortes (Wortauslaut).
4. <o. Pl.> Anfang, Ausgangspunkt:
sie kehrten an den A. ihres Gesprächs zurück;
(geh.:) seinen A. von etw. nehmen (von etw. ausgehen).
5. (Bürow.)
a) <o. Pl.> (von Post o. Ä.) das Abschicken;
b) <meist Pl.> zum Abschicken vorbereitete Post o. Ä.:
die Ausgänge fertig machen, erledigen.

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Ausgang,
 
Elektrotechnik: die Seite eines elektrischen Vierpols (z. B. eines Oszillators, Verstärkers, Rundfunkempfängers), an dessen Ausgangsklemmen weitere elektrische oder elektronische Einrichtungen und Geräte angeschlossen oder zu sonstigen Zwecken elektrische Signale abgenommen werden können; Gegensatz: Eingang.

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Aus|gang, der; -[e]s, Ausgänge: 1. a) das Hinausgehen, Verlassen des Hauses; Spaziergang: es war der erste A. für den Rekonvaleszenten; Wenn wir unsere Ausgänge in die Stadt unternahmen (Musil, Mann 1242); b) (von Hausangestellten u. Soldaten) freier Tag; Erlaubnis zum Ausgehen (1): Seine Uhr zeigte eins, und er hatte bis sechs A. (Böll, Adam 54). 2. a) Tür, Öffnung, durch die jmd. hinausgehen, ein Gebäude, einen Raum verlassen kann: den A. suchen; das Gebäude hat mehrere Ausgänge; am A. warten; die Leute keilten ihn beiseite ... und gingen auf den A. zu (Bieler, Bonifaz 107); b) Stelle am Rand eines [Orts]bereichs, wo der Weg wieder aus diesem hinausführt: sie wohnen am A. des Dorfes, des Waldes; c) Öffnung an einem Organ, durch die etw. austreten kann: ein Abszess am A. des Magens, des Darmes; bei der Operation wurde ein künstlicher A. (Darmausgang) geschaffen. 3. a) <o. Pl.> (von einem größeren Zeitraum, einer Epoche) Ende: die Askese des Mittelalters wurde ... nie ernster erlebt als hier am A. der Renaissance (Schneider, Leiden 51); b) Ende, Ergebnis eines Vorgangs: der A. des Krieges, des Prozesses, der Verhandlungen war ungewiss; ein glücklicher, unerwarteter A. des Unternehmens; nur zwei Unfälle ..., davon nur einer mit tödlichem A. (Feuchtwanger, Erfolg 300); c) (von einer Zeile, einem Vers u. Ä.) Ende, Schluss: der A. der Zeile, des Wortes (Wortauslaut). 4. <o. Pl.> Anfang, Ausgangspunkt: sie kehrten an den A. ihres Gesprächs zurück; seinen A. von etw. nehmen (von etw. ausgehen); die Fleischergasse, von der einst der Bau der Judenstadt seinen A. genommen hatte (Buber, Gog 104). 5. (Bürow.) a) <o. Pl.> (von Post o. Ä.) das Abschicken: einen Stoß Briefe, die ich ... fertig gemacht hatte zum A. (Gaiser, Schlußball 51); b) <meist Pl.> zum Abschicken vorbereitete Post o. Ä.: die Ausgänge fertig machen, erledigen.

Universal-Lexikon. 2012.

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